
Die 20
20 Menschen. 20 Geheimnisse. 20 Tage.
Mehr erfahren →
Träume werden dein Leben zerstören
"Parallelen" erzählt eine tragische Geschichte, die spannend und fesselnd bis zur letzten Seite mysteriös bleibt. Ein Spannungsroman voller Suspense, der sein Geheimnis erst ganz am Ende preisgibt.
Jeremys Leben könnte nicht besser laufen. Er ist aufstrebender Anwalt, Familienvater und glücklich verheiratet. Dann setzen die Kopfschmerzen ein und seine Träume machen ihm sein Leben zur Hölle.
Eine Hölle, in die er sich freiwillig begeben hat. Er dachte, er tut das Richtige. Doch alles im Leben hat seinen Preis – und der ist hoch.
Ob E-Book, Taschenbuch oder signiert von mir. Du entscheidest, wie du liest.
Jeremy öffnete die Augen. Unzählige schillernde Sonnenstrahlen tanzten durch das Schlafzimmer, gebrochen durch die große Weide vor dem Fenster. Die Freude über dieses Schauspiel währte nicht lange, denn augenblicklich setzten heftige Kopfschmerzen ein. Dadurch wurde er schmerzhaft an den gestrigen Abend erinnert.
Einmal im Monat traf er sich mit seinen ehemaligen Studienfreunden zu einem der legendären Abende, wie sie es nannten. Für ihn war das einzig Legendäre daran, dass oft zu viel getrunken wurde und man sich am nächsten Tag nicht mehr an alles erinnerte. Filmrisse wurden oft mit fabulösen Ereignissen gefüllt, Legenden geboren.
Der gestrige Abend war da keine Ausnahme. Zwar zierte er sich anfangs etwas, ließ sich jedoch irgendwann mitreißen. Das galt indes nicht für die Prahlerei und erst recht nicht dafür, langhaarigen Blondinen hinterherzupfeifen.
Beim Konsum von Bier und Whisky sah die Sache anders aus. Ab einem gewissen Punkt fühlte sich wahrscheinlich jeder Mensch mindestens zehn Jahre jünger – spielt Darts und Billard und kommt sich vor, wie damals in der aufregenden Zeit beim Spring Break, wenn die Eltern außer Sichtweite waren.
Jer besuchte diese Treffen im Grunde nur, weil seine Frau Felicitas immer wieder auf ihn einredete. Sie war der Ansicht, dass ihm soziale Kontakte guttun würden.
Natürlich mochte er seine ehemaligen Kommilitonen. Hatte er mal ein oder zwei Bier getrunken, konnte er sogar Spaß haben. Es waren aber eben nicht seine Freunde. Niemand, mit denen er über private Angelegenheiten sprechen würde.
Jeder war seinen Weg gegangen und mehr oder minder erfolgreich geworden. Bei den Treffen ging man ab einem gewissen Zeitpunkt dazu über, dass sich alle mit ihren Geschichten von Frauen oder Mandanten übertrumpfen mussten. Genau das widerte ihn an. Sie waren in ihren Dreißigern. Da sollte man über solch ein pubertäres Gehabe hinweg sein.
Leider rächte sich in diesem Alter auch der übermäßige Alkoholkonsum am nächsten Morgen. Jer brauchte daher etliche Minuten, in denen er wie paralysiert das Lichtspiel vor dem Fenster anstarrte. Langsam sah er sich um und bemerkte erst jetzt, dass Feli gar nicht neben ihm lag.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht setzte er sich auf die Bettkante und versuchte, den heftigen Schwindel loszuwerden.
Die letzte Runde muss zu viel gewesen sein, dachte er und rieb sich dabei die Schläfen. Beim nächsten Treffen würde er das ein oder andere Bier weniger trinken.
Gute Vorsätze, so wichtig.
Gute Vorsätze brechen, so vorhersehbar.
Er verschwand kurz im Bad, um zumindest die Zähne zu putzen. Der pelzige Geschmack und der übelriechende Atem waren nichts, was er dem Rest der Familie antun wollte. Ein Blick in den Spiegel verhieß ebenfalls wenig Gutes. Seine dunkelbraunen schulterlangen Haare sahen fettig aus. Wahrscheinlich die Kombination aus Schweiß und hoher Luftfeuchtigkeit im Pub gestern Abend. Der ansonsten gepflegte Dreitagebart verdiente diesen Namen spätestens seit heute nicht mehr. Seine grünen Augen, in denen Feli so gern versank, wurden von dunklen Ringen verziert. Kurzum, er sah erbärmlich aus.
Beim Öffnen der Schlafzimmertür schallte ihm schon das ewige Gestreite seiner Kinder Lucy und Aiden entgegen. Es gab nichts, worüber die siebenjährigen Zwillinge nicht ausgiebig unterschiedlicher Meinung sein konnten.
Manchmal wünschte sich Jer nichts sehnlicher, als dass er die Zeit vorspulen könnte bis zu dem Tag, wo die beiden mit ihren eigenen Leben so viel zu tun haben würden, dass sie zum Streiten keine Zeit mehr fänden.
Kopfschmerzen und Kinder aus der Hölle. Was gibt es Schöneres?
Er grinste bei diesem Gedanken.
Mit jedem Schritt, den er der Küche näherkam, stieg der Schallpegel. In Relation dazu verstärkte sich auch der hämmernde Kopfschmerz. Er fühlte sich so hundselend, wie schon lange nicht mehr.
»Hey, ihr zwei. Was ist denn hier wieder los?«, begrüßte Jer die Wirbelwinde. Sie stritten womöglich darüber, wer den größeren Pancake bekommen hatte. Felicitas saß bitter lächelnd mit am Tisch und schaute dem Treiben zu. Jer wusste, dass es zwecklos war, die beiden zu unterbrechen.
Nach einem knappen kollektiven »Guten Morgen, Daddy« ging es in derselben Lautstärke weiter.
Grinsend schaute Feli ihn an.
»Guten Morgen, du Schnapsdrossel. Es geht doch nichts über die lieblichen Stimmen des Nachwuchses an einem so beschaulichen Sonntagmorgen, nicht wahr?«
Sicher wusste sie, wie elend er sich nach dem gestrigen Abend fühlte. Sie kannte ihn schließlich gut genug.
Im Vorbeigehen drückte er Feli einen Kuss auf ihr langes blondes Haar.
»Jer, du riechst, als hättest du dich gestern einmal quer durch einen Schnapsladen gesoffen. Duschen wäre nicht die schlechteste Idee gewesen.«
Vermutlich dachte sie, er wolle sie durch reines Anatmen betrunken machen.
Warum musste ich ausgerechnet eine Pädagogin heiraten?
Feli setzte ihr strenges Lehrergesicht auf. So nannte er es zumindest, wenn sie die Augenbrauen leicht hob. Dann sah sie ihn mit ihren strahlenden braunen Augen an und die Mundwinkel zeigten keinen Millimeter nach oben oder unten. Sie wusste genau, dass Jer diesen Blick ausgesprochen sexy fand, weshalb sie nie lange ernst bleiben konnte.
»Aber immerhin habe ich Zähne geputzt.«
Jer zwinkerte ihr zu, schenkte sich einen Kaffee ein und setzte sich an den Tisch.
Wenn du am Ende von „Parallelen“ angekommen bist, geht die Geschichte noch ein Stück weiter. Zwei zusätzliche Kapitel als kleine Fortsetzung, exklusiv für Newsletter-Abonnent:innen.
Diese Themen kommen im Buch vor.
„Das erste Buch seit langen, das mich, von der ersten sec. ,an abgeholt hat es wurde nie langweilig ich konnte es garnicht mehr weglegen in 2std. War ich durch , Spannung war immer da aber auch emotional Humorvoll für jeden Geschmack etwas dabei, ich würde das Buch immer wieder kaufen“
„Man muss sich erst einmal zurechtfinden in dieser Story, denn man wird direkt am Anfang einmal (absichtlich?) in die Irre geleitet. Auf einmal aber macht es Klick und man begreift, was dort eigentlich die ganze Zeit passiert. Und dann packt es einen. Man fiebert mit Jer mit. Man hasst ihn, hat dann aber gleichzeitig Mitleid und dann irgendwann ist alles anders als erwartet und man sitzt da mit offenem Mund und ist sprachlos. Es ist schwer in Worte zu fassen.“
„Am Ende des ersten Kapitels zweifelte ich an meinem E-Book-Reader, aber dann...Was für eine irre Geschichte, ich habe das Buch regelrecht verschlungen, geflasht von der Idee, auch wenn der Anfang etwas holprig rüberkam. Die Story hat mich immer wieder überrascht wegen der nicht vorhersehbaren Entwicklung. Dabei schien am Anfang alles so klar. Von wegen. Von der Handlung möchte ich nichts verraten, geht nicht ohne Spoiler, aber lest selbst, es lohnt sich.“
Alle Romane auf einen Blick. Am nächsten sitze ich gerade.